Ist es Wissenschaft? Ist es Kunst? Ist es Illusion oder Realität? Ja!

Refik Anadol lässt die Grenzen zwischen der digitalen Welt und der Realität verschwinden. Auch an der Volvo Art Session 2019, wo er seine Werke «Melting Memories» und «Infinity Room» präsentiert.

Was wäre, wenn man Gedanken visualisieren könnte? Wären es seltsame Blüten, dunkle Labyrinthe oder bedrohliche Meereswellen? Refik Anadol spielt mit der Transzendenz zwischen der digitalen und der analogen Welt. An der Volvo Art Session 2019 zeigt er die faszinierenden Installationen “Melting Memories” und “Infinity Room”.

«Melting Memories» und der «Infinity Room» sind natürlich nicht die einzigen Werke von Refik Anadol. Nachfolgend drei besonders interessante Arbeiten aus seiner Hand.

Archive Dreaming, Istanbul

Architektur als Leinwand, Licht als Materie und Daten als Inhalt: Das ist die Kunst von Refik Anadol. Bei Archive Dreaming handelt es sich um eine Algorithmen-Performance aus 1,7 Millionen Datensätzen, die der in Los Angeles lebende Künstler in Istanbul visualisierte.

WDCH Dream Walt Disney Concert Hall, San Francisco

Der bisherige Höhepunkt von Refik Anadols Schaffen ist die Illuminierung der von Frank Gehry entworfenen Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. Im Auftrag der Los Angeles Philharmonic hat Anadol die 100-jährige Geschichte des Orchesters visualisiert. Dazu entwickelte der 34-Jährige und sein Team eine Maschine, die das ganze digitale Archiv der LA Phil – bestehend aus 45 Terrabyte Daten – in Bilder übersetzt, die auf die einzigartige Architektur des Gebäudes projeziert wurden.

Refik Anadol Volvo Art Session 2019
Refik Anadol Volvo Art Session 2019

Quantum Foam, Istanbul

Refik Anadol übersetzt und vernetzt verschiedene Wissenschaften. Mit seiner Konzeptkunst “Quantum Foam” ging er beispielsweise auf die Experimente des Physikers John Wheeler ein, der mit dem Quantenschaum die Quantengravitation beweisen wollte.